Im vorherigen Beitrag haben wir aufgezeigt, warum das Inbound-Marketing eine clevere Alternative zum klassischen Outbound-Marketing darstellt. Heute zeigen wir dir, wie du eine Inbound-Strategie entwickelst.

Bevor du mit der Entwicklung deiner Inbound-Strategie beginnst, stelle sicher, dass sie in das Gesamtkonzept deiner Marketing-Strategie und zu deiner Unternehmensstrategie passt.

Sorge dafür, dass dir genügend zeitliche, finanzielle und personelle Ressourcen für die Umsetzungsphase (Marketing, Vertrieb, Kundenservice) zur Verfügung stehen.

Inbound zieht Kunden an, wie ein Magnet

Fassen wir noch einmal kurz zusammen, worum es beim Inbound-Marketing geht: Beim Inbound-Marketing sorgst du dafür, dass du durch Bereitstellung von attraktiven, hochwertigen Inhalten und Mehrwerten von potentiellen Kunden gefunden wirst.

Klingt einfach, oder? In der Umsetzung ist das Inbound-Marketing allerdings ein nicht zu unterschätzendes, sehr hartes Stück Arbeit.

Welche Voraussetzungen solltest du erfüllen?

Um das Inbound-Marketing erfolgreich umzusetzen, brauchst du eine ordentliche Portion Kreativität, Disziplin, Marketing-Know-how, Einfühlungsvermögen, gute Argumente, Empathie, gute Branchen- und Marktkenntnisse, digital-technisches Wissen und eine Reihe von praktischen Softwaretools.

Hinzu kommen die personellen, zeitlichen und finanzielle Ressourcen für die Umsetzungphase und eine gehörige Portion Geduld. Die Teammitglieder aus dem Marketing, dem Vertrieb und dem Kundenservice, sollten gut miteinander harmonieren und keine Scheu davor haben, intensiv zusammenzuarbeiten.

Inbound funktioniert wie ein Trichter

Wir unterteilen das Inbound-Marketing in drei Bereiche: Top-, Middel- und Bottom-of-the-Funnel. In der Kurzform: TOFU, MOFU und BOFU genannt.

Inbound-Marketing TOFU MOFU BOFU Grafik Schema
LEADS

Diese Begriffe, die wie die neuesten Food-Kreationen aus dem Lebensmittellabor klingen, sind die Basis für unsere Inbound-Strategie.

ÜBRIGENS: Die Grundidee für das Inbound Marketing stammt von den Gründern der Firma HubSpot, Brian Halligan und Dharmesh Schah. Inbound-Marketing ist eine Philosophie, die die Bedürfnisse und Interessen von Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Versetze dich in die Lage deines Publikums

1. TOFU – ANZIEHEN UND VERTRAUEN AUFBAUEN

Erstelle Inhalte, durch die deine potentiellen Kunden zum optimalen Zeitpunkt mit relevanten Inhalten angesprochen werden. Der optimale und bestmögliche Zeitpunkt ist genau dann, wenn sie danach suchen.

Anziehende Inhalte werden beispielsweise in Form von Blog-Artikeln oder Videos bereitgestellt. Mit Hilfe von Suchmaschinen, über soziale Medien oder deines E-Mail-Marketings, wird dein Zielpublikum darauf aufmerksam.

Deine Inhalte sollten an ein möglichst breites Publikum gerichtet sein, um einen größtmöglichen Zuspruch zu erzielen. Sprich dabei bestimmte Fragen oder schmerzhafte Punkte an, mit denen deine Zielgruppe häufig konfrontiert ist.

Sorge dafür, dass deine Inhalte gut zu finden sind. Intensiviere deine SEO-Maßnahmen und optimiere sie in kurzen, regelmäßig Abständen.

Ein nützlicher Mehrwert muss her

2. MOFU – ÜBERZEUGEN

Stelle ansprechende Inhalte in Form von Lösungen für deine Interessenten bereit. In dieser Phase kannst du dich, dein Unternehmen und deine Produkte ins Spiel bringen.

Biete deinem Publikum hilfreiche Lösungen für ihre Probleme oder Antworten auf ihre Fragestellungen an. E-Books, Whitepaper, Checklisten eignen sich z. B. gut dafür. Überzeuge deine Interessenten von deinen Fähigkeiten als Problemlöser und vertrauenswürdige Informationsquelle. Sammle wertvolle Kontaktdaten von deinen Interessenten als Gegenleistung für Inhalte oder andere nützliche Informationen ein.

Setze Landingpages, Formulare und Call-to-Action-Elemente und -Buttons für die Lead-Generierung ein. Unterstütze den Austausch und die Interaktionen mit deinen potentiellen Kunden durch kluges E-Mail-Marketing.

Bei der Verwaltung und Pflege der Kontaktdaten sowie der Umsetzung von weiteren vertrauensbildenden Maßnahmen, kann ein CRM-System sehr hilfreich sein.

Anreize schaffen, vertiefen und intensivieren

3. BOFU – BEGEISTERN

Begeistere deine qualifizierten Kontakte und mache sie zu Fans. Begleite sie mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten durch die verschiedenen Phasen der Kaufentscheidung.

Biete einen außergewöhlichen Service und fessel deine Fans in einem fortlaufenden Prozeß mit exklusiven Inhalten und Lösungen.

Intensiviere das Beziehungsmarketing und mache deine Fans zu Multiplikatoren, indem sie beispielsweise deine Blogposts kommentieren oder dich in ihren Netzwerken promoten und weiterempfehlen.

Deine Schritte auf dem Weg zu einer Inbound-Strategie

  1. Überlege dir genau, welche Zielgruppen und Interessenten du mit deiner Inbound-Strategie ansprechen und erreichen willst.
  2. Mache dir Gedanken darüber, mit welchen Inhalten du dein Publikum fesseln kannst. Sprich dabei bestimmte Fragen oder schmerzhafte Punkte an, mit denen deine Zielgruppe häufig konfrontiert ist.
  3. Überlege dir, mit welchen nützlichen Mehrwerten du deine Interessenten gewinnen und in Richtung Kauf bewegen kannst.
  4. Erstelle Landingpages, um Interessenten zum Herunterladen oder Registrieren von Inhaltsangeboten, wie eBooks oder Leitfäden, zu bewegen.
  5. Erstelle Formulare, um Kontakdaten von deinen Interessenten als Gegenleistung für Inhalte oder andere nützliche Informationen zu erhalten.
  6. Mache deine Fans zu Multiplikatoren.
  7. Analysiere und messe den Erfolg deiner Strategie, nimm ggf. Kurskorrekturen vor.
  8. Verzahne deine Inbound-Strategie mit den Maßnahmen deiner bestehenden Marketing-Strategie.

Wie du siehst, umfasst eine Inbound-Strategie eine Reihe von Einzelmaßnahmen, mit denen du die Aufmerksamkeit deiner potenziellen Kunden auf dich ziehen kannst.

Wenn aus den Interessenten und potentiellen Kunden zahlende Fans werden, hast du alles richtig gemacht 🙂